1. Woche mit Baby: Die Geburtsverletzung

Wenn der Körper heilen möchte braucht es Ruhe und Zeit. Einige hilfreiche Tipps können den Heilungsprozess beschleunigen und unterstützen.

Fluch und Segen zugleich

Eine Geburtsverletzung ist eigentlich eine geniale Erfindung des Körpers. Zunächst hört sich das etwas seltsam an, doch wenn man genauer darüber nachdenkt wird einem bewusst, wie wichtig dieser Prozess ist.

Denn dabei wird der Geburtsweg erweitert und erlaubt so deinem Baby auf die Welt zu kommen. Ohne diesen Prozess könnten viele Kinder nicht auf natürlichem Weg auf die Welt kommen.


Das Versorgen der Verletzung

Nach der Geburt werden größere Geburtsverletzungen durch eine Ärztin, einen Arzt oder eine Hebamme genäht. Das Nähen sollte man nicht mehr spüren, da es gut betäubt wird. Empfindest du es trotzdem als etwas unangenehm oder schmerzhaft, dann frage gerne das Personal nach mehr Schmerzmittel bei der Versorgung der Verletzung.


Die Umsorgung zu Hause

Zuhause kann es sein, dass Sitzen nicht gut funktioniert, da die Belastung schmerzhaft sein kann.

Zur Unterstützung der Heilung kannst du folgendes machen:

  • Arnica Globuli C200 1x nach der Geburt unter der Zunge zergehen lassen

  • Mehrmals tägliche Intimspülungen nach jedem Toilettengang mit lauwarmen Wasser oder Kamillletee/verdünnte Arnika- oder Calendulaessenz

  • Ibuprofeneinnahme bei starken Schmerzen nach einer Dammrissverletzung dritten oder vierten Grades (Absprache gerne mit einem Arzt oder mir)

  • Sitzbäder sind nur bedingt zu empfehlen, da sie die Wundränder aufweichen können. Daher ein Sitzbad auf max. 3 Min beschränken.

Was es zu beachten gilt:

Auf Sitzringe sollte verzichtet werden. Auf den ersten Blick scheint es eine Erleichterung zu geben. Leider wird durch deren Verwendung die Naht stärker belastet als das Sitzen auf einer flachen Unterlage mit einem Kissen unterstützt. Die stärkere Belastung hat häufig weitere Komplikationen und Wundheilungsstörungen zur Folge, wie zum Beispiel Abszesse.


Solltest du keine Besserung innerhalb der ersten 10 Tage nach der Geburt erfahren, dann sollte die Geburtsverletzung durch eine Hebamme oder einem/r Arzt/in inspiziert werden.



 

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