4. SSW: Arbeitsschutz



Der Arbeitsschutz ist im Mutterschutzgesetz festgelegt. Er richtet sich unter anderem an alle Arbeitnehmerinnen, Studentinnen und in Ausbildung befindlichen Schwangeren. Das Mutterschutzgesetz regelt alle Rechte, die eine Schwangere während der Arbeitszeit geltend machen darf. Der Arbeitgeber ist verpflichtet die Schutzmaßnahmen umzusetzen.

Im folgenden findest du einen Auszug aus dem Mutterschutzgesetz, der die arbeitszeitlichen Gesundheitsschutz und den betrieblichen Gesundheitsschutz regelt.


Das Mutterschutzgesetz

Das komplette Gesetz findest du hier: Das Mutterschutzgesetz



Gesetzesauszug

Abschnitt 2 Gesundheitsschutz

Unterabschnitt 1 Arbeitszeitlicher Gesundheitsschutz

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

§ 3 Schutzfristen vor und nach der Entbindung

(1) Der Arbeitgeber darf eine schwangere Frau in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung nicht beschäftigen (Schutzfrist vor der Entbindung), soweit sie sich nicht zur Arbeitsleistung ausdrücklich bereit erklärt. Sie kann die Erklärung nach Satz 1 jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Für die Berechnung der Schutzfrist vor der Entbindung ist der voraussichtliche Tag der Entbindung maßgeblich, wie er sich aus dem ärztlichen Zeugnis oder dem Zeugnis einer Hebamme oder eines Entbindungspflegers ergibt. Entbindet eine Frau nicht am voraussichtlichen Tag, verkürzt oder verlängert sich die Schutzfrist vor der Entbindung entsprechend.

(2) Der Arbeitgeber darf eine Frau bis zum Ablauf von acht Wochen nach der Entbindung nicht beschäftigen (Schutzfrist nach der Entbindung). Die Schutzfrist nach der Entbindung verlängert sich auf zwölf Wochen

  1. bei Frühgeburten,