4. SSW: Nahrungsergänzungen


Energiebedarf und Nährstoffbedarf

„Für zwei denken, für zwei essen!“ Dieser Aussage begegnen viele Frauen, wenn sie schwanger sind. Doch leider stimmt davon nur die Hälfte. Und zwar die Hälfte des Denkens. Für zwei essen sollte man in der Schwangerschaft nicht. Denn der Energiebedarf in nur gegen Ende der Schwangerschaft um ca. 200 kcal in 24h erhöht. Das entspricht einem Müsli-Riegel. Es erhöht sich aber der Bedarf an Nährstoffen. Es kommt folglich nicht auf die Menge der Mahlzeiten, sondern auf die Qualität (sprich den Nährstoffgehalt) der Mahlzeiten an.


Qualität statt Quantität

Das ist das Motto der Ernährung in der Schwangerschaft. 3 große Mahlzeiten am Tag oder aber 5 kleine Mahlzeiten am Tag sollten abwechslungsreich und ausgewogen gestaltet werden. Eine hohe Nährstoffdichte in die Grundlage dafür. Das bedeutet, dass vor allem Obst und Gemüse zu sich genommen werden sollten. Darauf folgen kohlenhydratreiche Vollkornprodukte (bspw. Naturreis, Kartoffeln, Mais, Vollkornnudeln, …) tierische Produkte sollten mind. Einmal die Woche eingenommen werden. Darunter fallen Eier, fettreicher Fisch, fettarme Fleischprodukte, Milch und Milchprodukte. Süßes, Kaffee und tierische Fette sollten vermieden werden. Alkohol und Energydrinks sind in der Schwangerschaft absolute Tabu-Produkte.

Wer sich daran hält sichert für sein Kind eine gute und gesunde Entwicklung mit niedrigerem Risiko für Komplikationen und Folgekrankheiten. Allein Jod und Folsäure kann in der Schwangerschaft nicht in ausreichender Menge durch die Ernährung aufgenommen werden. Daher gilt in Deutschland die Empfehlung Jod und Folsäure zu substituieren.

Allgemeine Empfehlungen für alle Schwangeren


Jod

Wichtig für die körperliche und geistige Entwicklung des Babys.

Nahrungsmittel:


Milch, Milchprodukte (Käse, Joghurt, Quark, …), Meeresfisch und Jodsalz

Empfohlene Menge: 100 bis 150 Mikrogramm Jod pro Tag Wenn du eine Schilddrüsen-Erkrankung hast solltest du die Einnahme von Jodtabletten mit einem Arzt besprechen.