40. SSW: Die Geburt

Die Geburt beginnt damit, dass sich die Gebärmutter immer wieder zusammenzieht, hart wird und damit den Muttermund (der Teil, der die Öffnung der Gebärmutter darstellt) eröffnet. Dieses Zusammenziehen nennt man Kontraktion oder Wehe.



Arten von Wehen

Wehen sind wie Wellen am Strand. Sie kommen und gehen. Es gibt große und kleine Wellen oder solche, die nur die Oberfläche kräuseln. Wieder andere haben eine ganz besondere Kraft dahinter. So sind auch die Wehen: individuell und jede unterschiedlich. Die verschiedenen Arten der Wehen werden wie folgt definiert.

  • Die Übungswehen

  • Die Vorwehen

  • Die Geburtswehen

Übungswehen sind Kontraktionen der Gebärmutter, die über die gesamte Schwangerschaft auftreten. Sie sind unregelmäßig. Sie sind für die Kräftigung der Gebärmutter wichtig.


Die Vorwehen sind Übungswehen, die schon deutlich kräftiger und regelmäßiger kommen und gehen. Sie signalisieren, dass es die nächsten Tage bis Wochen mit der Geburt los geht.


Geburtswehen sind Vorwehen, die eine eigene Dynamik entwickelt haben. Durch diese Dynamik wird der Muttermund eröffnet und das Kind herausgeschoben. Dein Kind erblickt das Licht der Welt.




Der Entbindungszeitraum

Üblicherweise beginnt die Geburt in einem Zeitraum 3 Wochen vor dem Entbindungstermin (ET) bis 2 Wochen nach dem ET. Diese 5 Wochen werden auch als Entbindungszeitraum bezeichnet. Kinder, die in diesem Zeitraum zur Welt kommen sind in der Regel. Reifgeborene. Sprich: Sie können alleine oder mit nur wenig Unterstützung von außen atmen und ihre vitalen Funktionen selbstständig aufrechterhalten.




Die Phasen der Geburt

Die Geburt wird in drei Phasen unterteilt (Eröffnungs-, Geburts-, und Plazentarperiode). Jede der Phase hat seine eigene Charakteristik und eigenen Umgang. Diese drei Phasen werden im Folgenden beschrieben.

In jeder der drei Phasen spielen die Wehen eine Hauptrolle. Durch sie wird der Muttermund eröffnet und das Kind auf die Welt gebracht.


Die Eröffnungsphase

Der Name ist Programm: in dieser Phase eröffnet sich der Muttermund. Die Wehen ziehen passiv die Öffnung auf und gleichzeitig schieben sie aktiv das Baby durch die Öffnung. Die Öffnung, auch Muttermund genannt, muss sich auf 10 cm eröffnen.


Die Geburtsphase

Bis vor ein paar Jahren wurde die Geburtsphase noch "Austreibungsphase" genannt. Das beschreibt den Prozess etwas besser. In dieser Phase wird nämlich das Baby durch das Becken geschoben und erblickt das Licht der Welt.


Die Planzentarperiode

Nachdem das Baby auf der Welt ist wird noch der letzte Teil des Kindes geboren: die Plazenta (auch Mutterkuchen genannt). Das ist die Verbindungsstelle zwischen Mama und Kind. Sie versorgt das Kind mit allen wichtigen Nährstoffen und mit Sauerstoff. Gleichzeitig gibt nimmt sie alle Abfallprodukte des Ungeborenen auf und and die Mama ab. Da der Mutterkuchen nach der Geburt nicht mehr gebraucht wird, wird sie nun auch geboren. Ab jetzt beginnt das Wochenbett und die Zeit mit dem Baby in den Armen.


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