6. SSW: Der erste Herzschlag



Der große Tag ist gekommen: ab jetzt schlägt das Herzchen und dein Baby ist im Ultraschall sichtbar.

Von nun an wirst du regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen haben, um die Gesundheit von dir und deinem Baby zu überprüfen. Die Vorsorgeuntersuchungen für Deutschland sind in den Mutterschaftsrichtlinien geregelt. Sie sehen vor, dass du alle 4 Wochen bis zu deinem errechneten Entbindungstermin eine Untersuchung bekommst. Diese Untersuchungen können durch Frauenärzte oder Hebammen stattfinden.


Es gibt zwei wesentliche Unterschiede zwischen ärztlicher Vorsorge und einer Vorsorge durch eine Hebamme. Der erste Unterschied ist, dass Hebammen vor allem den Fokus auf der Physiologie, sprich der Lehre des Normalen, haben. Der zweite Unterschied ist, dass Hebammen keinen Ultraschall für die Vorsorge verwenden und benötigen.



Eine Vorsorge ohne Ultraschall ist genauso zuverlässig wie mit. Der Vorteil: Das Kind wird nicht alle 4 Wochen mit Ultraschallwellen belastet.


Seit 2019 ist laut Strahlenschutzverordnung das sogenannte „Baby-watching“ untersagt. Es dürfen Ultraschalluntersuchungen nur noch durch Ärzte und mit einer medizinischen Begründung durchgeführt werden.



In der Schwangerschaft sind dies 3 Termine, die auch so in den Mutterschaftsrichtlinien vorgesehen sind. Der erste Ultraschall soll zwischen der 9. und 13. SSW erfolgen. Danach um die 20. und um die 30. SSW. Mehr Untersuchungen per Ultraschall sind nicht vorgesehen, da mehr Untersuchungen auch keinen Mehrwert für Kind und Schwangere bringen.


Studien zeigen, dass ein übermäßiger Gebrauch von Ultraschalluntersuchungen dazu führt, dass mehr Krankheiten in normale Verläufe interpretiert werden. Dadurch steigen die psychische Belastung und die Durchführung von weiteren risikobehafteten Untersuchungen für Mutter und Kind.